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Die München-Chronik

Durch die Recherche- und Dokumentationsarbeiten der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus in München (FIRM) und der antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V. (a.i.d.a) sowie durch die Arbeit der Opferberatungs- und Antidiskriminierungsstelle BEFORE, aber auch auf Grund von Zusendungen von weiteren Münchner Organisationen und Einzelpersonen entsteht ein (unvollständiges) Bild davon, welche Aktivitäten rechter Gruppen und diskriminierende Vorfälle es in München (sowohl in der Stadt, als auch im Landkreis) gibt.

Es handelt sich dabei zum einen um rassistische, antisemitische, LGBTIQ-feindliche, extrem rechte, rechtspopulistische und andere diskriminierend motivierte Vorfälle, Angriffe und Übergriffe. Zum anderen um Beispiele von Kundgebungen, Demonstrationen, Veranstaltungen, Infoständen und anderen Aktionen entsprechender Gruppierungen. In die Chronik fließen nicht nur Ereignisse ein, die zur Anzeige gebracht wurden, wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen etc. sondern auch die leider ganz alltäglichen Dinge, wie Beleidigungen, Bedrohungen, Aufkleberaktionen u.v.m., welche oftmals aus den unterschiedlichsten Gründen eben nicht den Behörden zur Kenntnis gebracht werden. Insgesamt ist jedoch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Diese Auflistung wird hier in einer optisch ansprechenden Form, etwa auf einer Überblickskarte, als „München-Chronik“ aufbereitet. Bezweckt wird mit der „München-Chronik“ nicht nur eine Dokumentation und die Auswertungsmöglichkeit der Ereignisse, sondern auch eine Verdeutlichung dessen, was in München alles passiert. Ergänzend wird es unter „München Rechtsaußen“ längere Beiträge über rechte Organisationen, Strukturen und Themen geben.

Die „München-Chronik“ kann zwar sicher ein Bild der bestehenden Situation wiedergeben. Sie wird  fortlaufend auch rückwirkend aktualisiert, erhebt aber in keinem Fall einen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn sie kann nur die Ereignisse berücksichtigen, die die Polizei veröffentlicht, die den verschiedenen Fachstellen und der Opferberatung gemeldet werden bzw. von diesen selbst recherchiert werden oder über die in den Medien berichtet wird. Ebenso sind die Beiträge über rechte Organisationen, Strukturen und Themen nicht so zu verstehen, als ob dort abschließend alle derzeit aktiven Organisationen, Strukturen und relevanten Themen aufgeführt sind. Vielmehr wird die „München-Chronik“ im Rahmen der personellen und strukturellen Ressourcen ständig weiterentwickelt.