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24. April 2021 – Kundgebung der Pandemieleugner*innenszene

Am Samstagnachmittag findet auf dem Harras eine Kundgebung der Pandemieleugner*innenszene statt. Rund 30 Teilnehmende verfolgen Redebeiträge, die sich gegen die Infektionsschutzmaßnahmen aussprechen. Auf einem Video zeigt die Anmelderin Ulrike Pfeffer außerdem Videos und Memes, die in den Telegramgruppen der Szene kursieren. Viele bestreiten die Existenz der Pandemie und kritisieren die Infektionsschutzmaßnahmen. Pfeffer behauptet, die Medien seien „pharmagesteuert“, sinistre Kräfte im Hintergrund wollten eine Diktatur errichten und vorher den Mittelstand vernichten. Bei den großen Demonstrationen der Szene in Berlin seien „Provokateure“ eingeschleust worden, um die Proteste zu diskreditieren. In dem folgenden Video, das Pfeffer abspielt, werden Reichsbürgernarrative reproduziert, die der Bundesrepublik Deutschland die Souveränität absprechen und sich auf das deutsche Reich beziehen. Der nächste Redner greift diese Punkte auf und führt sie nahtlos weiter: Man brauche eine neue Verfassung, die Reichsflagge sei eine normale Nationalflagge und das Personalausweisgesetz sei dem Potsdamer Abkommen zufolge unwirksam. Er wirbt außerdem für die Internetseite der Reichsbürgergruppierung Staatenlos.info und empfiehlt deren Dokumentvorlagen.

Ein weiterer Redner zieht eine Linie von den NS-Tests an „Reichsauschusskindern“ zu den Tests mit Impfstoffen an Kindern heute. Er bezieht sich auch auf die grausamen  Fleckfieberexperimenten der Nationalsozialisten im KZ Dachau. Er bezeichnet Corona-Impfungen als Menschenversuche und behauptet, es seien unheimlich viele Menschen durch die Impfung gestorben. Impftote würden von Kräften im Hintergrund verheimlicht und ihr Tod anderen Ursachen zugeschrieben. Ziel dieser Maßnahmen sei es, die Bevölkerung zu reduzieren.

 

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