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25. September 2019 – LGBTQI-feindlicher Angriff

Ein 22-Jähriger ist zusammen mit einem 23-Jährigen und zwei ebenfalls 22-jährigen Bekannten auf dem Oktoberfest. Gegen 19.45 Uhr machen sie sich nach einem Zeltbesuch auf den Heimweg. Als sie das Festgelände verlassen wollten, treffen die vier Männer auf eine zehn- bis fünfzehnköpfige Personengruppe. Aus dieser Gruppe werden die vier mehrmals schwulenfeindlich beleidigt – offenbar, weil zwei der Männer Hände halten. Es fallen u.a. die Sätze „Lutsch mir den …“ und „Hey, ihr Schw*******“. Einer aus der größeren Gruppe fasst einem 22-Jährigen in den Schritt, woraufhin dieser den Übergriffigen zur Rede stellt. Daraufhin kommt es erst zum verbalen Streit, dann schlägt ein 30-Jähriger aus der großen Gruppe dem 23-Jährigen aus der kleinen Gruppe mehrfach ins Gesicht. Der 23-Jährige versucht zu flüchten, wird jedoch vom 30-Jährigen eingeholt und zu Boden gebracht. Dann setzt der Ältere sich auf den Jüngeren und schlägt mit den Fäusten mehrfach auf ihn ein.

Ein weiterer 22-Jähriger aus der vierköpfigen Gruppe eilt herbei und hält den 30-Jährigen von weiteren Tätlichkeiten ab. Zur gleichen versucht ein weiterer 22-Jähriger zu flüchten, wird aber von der zehn- bis fünfzehnköpfigen Gruppe aufgehalten und durch eine noch bislang unbekannte Person geschlagen. Außerdem werden ihm die Beine weggetreten, sodass er zu Boden fällt. Dort tritt einer aus der großen Gruppe auf den am Boden liegenden 22-Jährigen mit den Füßen auf den Oberkörper ein.

Nach etwa zwei Minuten trifft eine „Wiesn“-Streife der Polizei am Tatort ein. Anstatt die homophoben Schläger mit zur Wache zu nehmen, nehmen die Beamt*innen laut der „Abendzeitung“ lediglich die Personalien auf und tauschen zudem noch die persönlichen Daten aus. Angeblich seien die Polizist*innen von einer bloßen „Streiterei“ ohne politischen Hintergrund ausgegangen. Der 22- und der 23-Jährige werden bei der Attacke verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt.

Quelle: „Wiesn“-Bericht des Polizeipräsidiums München vom 1. Oktober 2019 und Artikel der „Abendzeitung“ (Printausgabe) vom 27. September 2019 « zurück